Neuer Schnellladepark in Koblenz: E-Mobilität kommt in Fahrt
Mitten im Herzen der Koblenzer Südvorstadt tut sich was: In der Rizzastraße 11 ist der erste innerstädtische Schnellladepark an den Start gegangen. Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) und die Stadt Koblenz wollen damit nicht nur Strom für Elektroautos liefern, sondern ein klares Zeichen für die Mobilitätswende setzen.
Sechs Ladepunkte, 200 kW Leistung – direkt in der Innenstadt
Konkret geht es um drei moderne Schnellladestationen, die zusammen sechs Ladepunkte bieten. Mit einer Ladeleistung von bis zu 200 Kilowatt sollen Elektroautos hier in kurzer Zeit wieder voll einsatzbereit sein – ein echter Vorteil für alle, die im Stadtgebiet auf Strom statt Sprit setzen. Der Standort liegt zentral, ist gut erreichbar und soll vor allem Nutzerinnen und Nutzern in der südlichen Vorstadt den Alltag erleichtern. Nach Angaben von evm-Vorstand Christoph Hesse sei das neue Angebot leistungsstark und zukunftsorientiert. Gemeinsam mit der Stadt habe man hier einen wichtigen Baustein für die Weiterentwicklung der Elektromobilität geschaffen.
Zwei Stunden laden – ohne Registrierung
Praktisch gedacht ist auch das Bezahlsystem: Wer laden will, braucht keine App oder Kundenkonto. Es reicht, die gängige Ladekarte zu zücken oder direkt mit Debit- oder Kreditkarte zu zahlen. Damit entfällt ein oft kritisierter Zugangshemmnis vieler Ladesäulen. Allerdings gilt eine maximale Parkdauer von zwei Stunden – ein Kompromiss zwischen Verfügbarkeit und Nutzbarkeit.
Die Rizzastraße als Plan B – weil’s in der Südallee hakt
Ursprünglich war laut Stadtverwaltung angedacht, öffentliche Ladesäulen in der benachbarten Südallee aufzustellen. Doch weil dort aktuell baulich einiges verändert wird, ließ sich das nicht umsetzen. Der Standort in der Rizzastraße wurde somit zur Alternative – und aus Sicht vieler Beteiligter zur besseren Lösung. Oberbürgermeister David Langner sprach von einem positiven Signal für Koblenz und betonte, dass man mit dem neuen Ladepark auch auf Anregungen aus der Bevölkerung und der lokalen Wirtschaft reagiere. Der Wunsch nach mehr öffentlichen Lademöglichkeiten sei mehrfach geäußert worden.
Alltagstauglich und schnell – ein Novum in Koblenz
Laut evm-Experte Christopher Dold ist das Schnellladen direkt im Stadtgebiet bislang einmalig in Koblenz. Die hohe Verfügbarkeit und die kurzen Ladezeiten sollen Elektromobilität einfacher und attraktiver machen. Dass sich dabei ausgerechnet die Rizzastraße zur Ladeoase entwickelt, mag auf den ersten Blick überraschend wirken – ist aber aus verkehrstechnischer Sicht durchaus clever gewählt.
Weitere Ladepunkte in Sicht
Doch damit endet der Ausbau nicht: Bereits in den kommenden Monaten sollen weitere Ladepunkte dazukommen – unter anderem am Bahnhofsvorplatz, auf der Karthause und ebenfalls in der südlichen Vorstadt. Neben AC-Ladestationen sind auch weitere Schnellladepunkte geplant. Oberbürgermeister Langner sieht Koblenz damit klar auf Kurs in Richtung zukunftsfähige Mobilität. Der Ausbau sei nicht nur für E-Autofahrerinnen und -fahrer wichtig, sondern für die gesamte Stadtentwicklung.

