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Energieeffizientere Pufferspeicher

Erneuerbare Energien liefern selten punktgenau entsprechend dem Bedarf. Darum puffern Betriebe Wärme in Speichern, um sie später abzurufen. Doch sobald sich warm und kalt im Tank mischen, schrumpft der nutzbare Temperaturunterschied, und die Anlage verliert an Wirkungsgrad, fast unbemerkt.

Dehoust und Enerlink: präzisere Temperaturschichtung

Die Dehoust GmbH verbindet nun ihre Speicherlösungen mit der Trennschichttechnologie der Enerlink GmbH. Nach Unternehmensangaben hält sie die Temperaturtrennung exakter, senkt Mischungsverluste und macht Systeme flexibler. Für Gewerbe und Industrie werden Speicher damit individueller konfigurierbar; am Ende zählt, ob der Speicher wirklich zur Last passt, sonst bleibt die Energiewende im Heizungskeller ein schöner Vorsatz.

Laut Umweltbundesamt lag der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland im Jahr 2024 bei 54,4 Prozent am Bruttostromverbrauch und 18,1 Prozent am Endenergieverbrauch für Wärme. Dabei werden besonders in modernen Wärmenetzen und neuen Gebäuden häufig mehrere regenerative Quellen gleichzeitig genutzt. Der Vorteil multivalenter Quellen: Die verschiedenen Energiequellen werden gleichzeitig oder je nach Bedarf genutzt, denn erneuerbare Energien sind oft volatil. Eine geschickte Verknüpfung sowie intelligente Steuerung bieten Versorgungssicherheit und Flexibilität. Gerade beim Heizen und Kühlen ist die Kombination unterschiedlicher Quellen entscheidend, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und den Anteil fossiler Energien zu senken. Essenziell in der Umsetzung sind hydraulische Schaltzentren – wie Pufferspeicher -, die Energie an den Verbraucher verteilen. Das richtige Schichtungssystem entscheidet hier über eine möglichst energieeffiziente Umsetzung. Dehoust und Enerlink starten nun eine langfristige Zusammenarbeit und bündeln ihre Schlüsselkompetenzen. Ziel ist es, Verbrauchern individuelle und hochwertige Schichtspeichersysteme zu bieten, um das Thema Energienutzung auf ein neues Effizienzniveau zu heben.

Speichern nach Bedarf

Ausreichende und exakt konfigurierte Speicherkapazitäten sind das Fundament für die effektive Nutzung regenerativer Energie. Wasser zeichnet sich als kostengünstiges Speichermedium für Wärme und Kälte aus. In Pufferspeichern werden verschiedene Temperaturbereiche klar voneinander getrennt, sodass jede angeschlossene Senke wie Heizung oder Kühlung gezielt und exakt mit einer benötigten Temperatur versorgt werden kann. So lassen sich zum Beispiel Verdampfungsprozesse einer Kältemaschine nutzen oder Wärmepumpen mit dem passenden Temperaturniveau versorgen. Dehoust bietet mit über 60 Jahren Erfahrung im Behälterbau individuell konfigurierte Heizungspuffer- und Kältespeicher bis zu 250 Kubikmetern mit werksseitiger Isolierung an. Diese werden je nach Projektanforderung ober- oder unterirdisch, stehend oder in liegender Bauform verbaut und auf die Betriebsbedingungen abgestimmt. Bei den Wärme- und Kältespeichern von Dehoust wird durch angepasste Lochbleche und Strömungsdüsen die laminare Strömung reduziert. So wird ein Durchmischen des ein- und ausströmenden Wassers vermieden und die Energie wird bedarfsgerecht bereitgestellt. Mit der Integration der Enerlink-Trennschichttechnologie bei Dehoust-Pufferspeichern wird das Potenzial eingesetzter Energie effizient ausgeschöpft.

Die Dehoust-Pufferspeicher werden in Größen bis 250 Kubikmeter angeboten und individuell auf Projektanforderungen abgestimmt. Foto: Dehoust, Leimen
Die Dehoust-Pufferspeicher werden in Größen bis 250 Kubikmeter angeboten und individuell auf Projektanforderungen abgestimmt. Foto: Dehoust, Leimen

Exakte Temperaturtrennung

Enerlink – mit Sitz in Röthis (Vorarlberg) – ist auf intelligente hydraulische Systemlösungen für Heiz- und Kühlanlagen spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt und produziert Produkte und komplette Systemlösungen, die vor allem in Gewerbe und Industrie eingesetzt werden. Enerlink bietet individuelle hydraulische Gesamtlösungen für einen verbesserten Energiefluss an. Denn konventionelle Systeme stoßen, sobald differenzierte Temperaturniveaus gefragt sind, oft an ihre Grenzen. Enerlink hebt diese Barriere auf. Zentral ist dabei die ThermoLINK-Schichtspeichertechnologie. Speziell mit CFD-Methoden entwickelte Trennmodule sorgen für eine exakte Temperaturtrennung ohne Durchmischung. Durch die stabile Temperaturschichtung wird die Effizienz unterschiedlicher Quellen und Senken gesteigert. Mischungsverluste werden auch bei hohen Volumenströmen minimiert. Zudem werden weniger Umschaltventile benötigt. Die Umsetzung ist unkompliziert und die MSR für die Gesamtanlage deutlich vereinfacht. Schwankende Temperaturen von Verbraucher und Quelle werden ausgeglichen und die Nutzung von Abwärme wird insgesamt vereinfacht. Anpassungen an projektbezogene Anforderungen und Gebäudegrößen sind problemlos umsetzbar.

Andreas Bichler, Geschäftsführer der Dehoust GmbH, erklärte, angesichts der Klimakrise müsse Energie deutlich effizienter genutzt werden; Klimaschutz lasse keinen Spielraum. Die Kombination aus Dehoust-Pufferspeichern und Enerlink-Trennschichttechnologie solle nach Unternehmensangaben helfen, Wärme und Kälte zielgenauer zu nutzen und Verluste zu drücken. Ob daraus tatsächlich ein neuer Industriemaßstab wird, dürfte am Ende weniger auf dem Papier entschieden werden als in den Heizzentralen von Gewerbe und Industrie.

Dr. Stefan Wehinger, geschäftsführender Gesellschafter der Energreen Group GmbH, erklärte, man sehe in der Kooperation mit der Dehoust GmbH einen pragmatischen Schritt: Dehoust gilt als seit Jahrzehnten bekannter Anbieter von Speicher- und Behältersystemen. Gemeinsam wolle man hocheffiziente Trennschichtspeicher im europäischen Markt stärker verankern – und dabei, so Wehinger nach Unternehmensangaben, technisch an der Spitze mitspielen, um die Energieversorgung langfristig nachhaltiger zu machen.

Quellen (für die korrigierten Daten): Umweltbundesamt/AGEE-Stat: „Erneuerbare Energien in Deutschland – Daten zur Entwicklung im Jahr 2024“ sowie „AGEE-Stat aktuell Nr. 01/2025“.