Photovoltaik und Speicher für autarke Energieversorgung

Kraftverkehr Münsterland C. Weilke GmbH & Co. KG hat mit der Realisierung einer Photovoltaikanlage und der Kombination von stationärem und virtuellem Speicher einen entscheidenden Schritt in Richtung Energieautarkie und Nachhaltigkeit getan. Mit der 129,56 kWp-Photovoltaikanlage produziert der Logistikdienstleister mehr Strom, als derzeit für den Betrieb benötigt wird. Das Konzept aus Photovoltaik, stationärem Speicher und virtuellem Speicher erweist sich für die Geschäftsführung als so erfolgreich, dass neben den Firmengebäuden auch neue Elektrofahrzeuge geladen werden können.

Seit 1929 ist das Familienunternehmen Weilke in Greven ansässig. Neben dem klassischen Transportgeschäft mit rund 300 Lkw und bundesweit insgesamt sechs Standorten betreibt der Logistikdienstleister auch einen Reise- und Touristikservice mit 12 Reisebussen und – nicht zuletzt – rund 40 Linienbussen, die im Münsterland für den Nahverkehr eingesetzt werden.

Energie-Autarkie

Da die Kommunen die Umstellung des ÖPNV auf E-Mobilität vorantreiben wollen, interessierte sich auch die Weilke-Geschäftsführung zunehmend für deren Möglichkeiten – aber auch für die Notwendigkeiten, die sich daraus für die Versorgung mit möglichst klimaneutral erzeugtem Strom ergeben. „Die Verhandlungen über die Umstellung auf E-Busse sind derzeit noch in der Schwebe. Das hat uns aber nicht davon abgehalten, die Möglichkeiten der Nutzung regenerativer Quellen auszuloten. Die Beratung durch Ulf Köster von Köster Energie hat uns schließlich überzeugt“, resümiert Geschäftsführer Peter Weilke.

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Werkstatt, ein stationärer sowie ein virtueller Speicher sorgen zusammen für den Grevener Standort an 365 Tagen pro Jahr für Unabhängigkeit von externen Stromlieferanten. Bei Bedarf können noch weitere Dachflächen mit PV ausgerüstet werden. Foto: Simone Reukauf / Köster Energie
Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Werkstatt, ein stationärer sowie ein virtueller Speicher sorgen zusammen für den Grevener Standort an 365 Tagen pro Jahr für Unabhängigkeit von externen Stromlieferanten. Bei Bedarf können noch weitere Dachflächen mit PV ausgerüstet werden. Foto: Simone Reukauf / Köster Energie

Gemeinsam mit seinem Bruder Cornelius Weilke und Michael Böhm, die ebenfalls der Geschäftsführung angehören, hat er das Unternehmen so „auf den Weg in die Energieautarkie“ gebracht – und das an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr, so das Ziel.

Ausgleich für schwankende PV-Stromproduktion inbegriffen

Das von Köster Energie erstellte Konzept umfasst zum einen eine Photovoltaikanlage, die sich über 700 Quadratmeter auf dem Dach der Weilke-Werkstatt erstreckt. Hierfür wurden 316 Module aus deutscher Herstellung mit je 410 Wp installiert. Die Anlagenleistung ist auf eine Jahresproduktion von mehr als 121.000 kWh ausgelegt, während der Strombedarf bisher bei rund 95.000 kWh liegt. Der Überschuss steht u. a. für neue E-Mobile zur Verfügung.

316 PV-Module aus deutscher Herstellung erzeugen bei Weilke in Greven mehr als 121.000 kWh nachhaltigen Strom für den Eigenverbrauch vor Ort. Dies spart zudem jährlich rund 182 Tonnen CO₂ ein. Foto: Simone Reukauf / Köster Energie
316 PV-Module aus deutscher Herstellung erzeugen bei Weilke in Greven mehr als 121.000 kWh nachhaltigen Strom für den Eigenverbrauch vor Ort. Dies spart zudem jährlich rund 182 Tonnen CO₂ ein. Foto: Simone Reukauf / Köster Energie

Zum anderen sorgt ein stationärer Stromspeicher mit 75 kWh für den täglich anfallenden (Tag-Nacht-)Ausgleich, und ein virtueller Speicher wird ergänzend zum Ausbalancieren der variierenden PV-Stromproduktion im Jahresverlauf genutzt.

Peter Weilke sagt: „Unseres Erachtens lohnt sich der Einsatz der Photovoltaik – kombiniert mit einem Speicher – in wirtschaftlicher Hinsicht gerade dann, wenn man den Strom verbraucht und nicht nur ins Netz einspeist. Dies war uns von Anfang an klar. Ein Punkt, der uns ein wenig Kopfzerbrechen bereitete, betraf die Frage, wie der virtuelle Speicher und die Verrechnung der Einspeisung im Sommer mit dem Wiederabrufen eines Teils im Winter funktionieren.“

Nachhaltiges Konzept mit langfristigen Garantien

Energie-Profi Ulf Köster berät Unternehmen und private Haushalte bereits seit mehr als 25 Jahren rund um die Nutzung regenerativer Energien. Er weiß, dass gerade auf diesem Gebiet nach wie vor viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist.

Köster erläutert die Zusammenhänge: „Ein stationärer Stromspeicher sorgt dafür, dass in der Zeit des Tages, wenn die PV-Anlage keinen Strom liefert, keine Versorgungslücke entsteht – also vor allem abends bzw. nachts. Das ist seine Hauptaufgabe. Der virtuelle Speicher hingegen schafft einen Ausgleich über den gesamten Jahresverlauf hinweg. Photovoltaik liefert viel Strom in den Monaten, in denen die Sonne häufig und lange scheint, und entsprechend weniger während der dunkleren Jahreszeit. Dann bezieht der Nutzer seinen Strom aus dem virtuellen Speicher, also aus einer Art ‚Cloud‘ – und zwar idealerweise genau die Menge an Energie, die er in der Überschussphase des Sommers selbst an den virtuellen Speicher abgegeben hat. Was uns an dieser Stelle von den meisten anderen Anbietern unterscheidet, ist die Tatsache, dass der in der dunklen Jahreszeit zurückgelieferte Strom tatsächlich ebenfalls aus regenerativen Quellen stammt – und zwar aus zertifizierter Windenergie. Denn die hat im Winter ihre Hochleistungsphase. Nach genau zwölf Monaten Anlagenbetrieb wird hinsichtlich der Einspeisung und der Entnahme des Stroms für jeden einzelnen Auftraggeber, so auch bei Weilke, eine Bilanz gezogen. Das ist höchst transparent und sofort nachvollziehbar.“

Geschäftsführer Peter Weilke (links) und Ulf Köster freuen sich über die hohe Leistungsfähigkeit des maßgeschneiderten Autarkiekonzepts. Der stationäre Speicher mit 75 kWh sorgt für den täglich anfallenden (Tag-Nacht-)Ausgleich. Foto: Simone Reukauf / Köster Energie
Geschäftsführer Peter Weilke (links) und Ulf Köster freuen sich über die hohe Leistungsfähigkeit des maßgeschneiderten Autarkiekonzepts. Der stationäre Speicher mit 75 kWh sorgt für den täglich anfallenden (Tag-Nacht-)Ausgleich. Foto: Simone Reukauf / Köster Energie

Laut Ulf Köster sorgt dieses Zusammenspiel aus regenerativem PV-Strom und Windenergie für einen perfekten Ausgleich, gerade auch hinsichtlich der Einsparungen bei den CO₂-Emissionen. Im Falle der Firma Weilke werden jährlich rund 182 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Zur Nachhaltigkeit des maßgeschneiderten Konzepts gehört neben der klimafreundlichen Stromproduktion auch eine Leistungsgarantie von 25 Jahren durch den deutschen Hersteller. Zudem soll sich die Anlage bereits nach rund sechs Jahren komplett amortisiert haben.

Auf höheren Strombedarf durch E-Busse vorbereitet

Sollte eine Umstellung auf E-Busse bei Weilke notwendig werden, würde ein sukzessiver Austausch der Fahrzeuge stattfinden. Peter Weilke rechnet hier momentan noch mit einem Strombedarf von rund 50.000 kWh pro Jahr und Bus. Für diesen Fall ist ein möglicher Ausbau der PV-Kapazitäten bereits angedacht.

„Für eine eventuelle Erweiterung stehen am Standort Greven noch die Dächer von zwei Bushallen zur Verfügung, unter denen jeweils 16 Busse Platz finden. Es gibt also noch viel Potenzial für eine Ausdehnung unserer Aktivitäten auf diesem Gebiet“, erklärt Peter Weilke.

Aufgrund der guten Erfahrungen, die die Firma Weilke mit der Umstellung auf regenerative Energien und moderne Speichersysteme gemacht hat, entschied Peter Weilke (links), sein Privathaus künftig nach demselben Prinzip zu versorgen. Auch hierfür wurde Ulf Köster mit der Planung und Umsetzung beauftragt. Foto: Simone Reukauf / Köster Energie
Aufgrund der guten Erfahrungen, die die Firma Weilke mit der Umstellung auf regenerative Energien und moderne Speichersysteme gemacht hat, entschied Peter Weilke (links), sein Privathaus künftig nach demselben Prinzip zu versorgen. Auch hierfür wurde Ulf Köster mit der Planung und Umsetzung beauftragt. Foto: Simone Reukauf / Köster Energie

Mit der Beratung und Umsetzung ist die Weilke-Geschäftsführung lückenlos zufrieden: „Der Strombedarf für den Betrieb der Verwaltung und der Werkstatt ist aus eigener Herstellung voll abgedeckt. Das funktioniert reibungslos, auch was die nicht gerade einfache Vorbereitung und die Abstimmung mit dem Netzbetreiber etc. betrifft. Herr Köster hat uns im Vorfeld sehr gezielt gefragt, was wir von der Umstellung auf PV und Speichersysteme erwarten und uns daraufhin ein passgenaues, individuelles Konzept erstellt. Für uns war von Anfang an klar: Er kennt sein Geschäft und weiß alles Notwendige über Auflagen, die Antragstellung und die Formalien. Auch in all diesen Fragen hat er uns fachmännisch perfekt beraten.“

Nach dem erfolgreichen Projekt für die gewerbliche Nutzung der PV-Anlage wurde die Köster Energie GmbH darüber hinaus damit beauftragt, die Stromversorgung des Privathauses von Peter Weilke auf regenerative Energien umzustellen und hier ebenfalls die Unabhängigkeit nachhaltig zu gewährleisten.

www.koester-energie.de
www.weilke-logistik.de